Opodo Reiseblog icon
Opodo Reiseblog
  •   3 min read

Die Expo ist wohl die einzige Gemeinsamkeit zwischen Paris, dem Eiffelturm und Hannover. Hannover war im Jahr 2000 Gastgeber der Weltausstellung. Damals gab es viel Genörgel, vor allem über die Kosten und die Frage, was man danach mit dem Gelände machen soll. Dieses Jahr findet die Expo in einem Land statt, in dem traditionell eher wenig gemeckert wird: Südkorea.

Die Expo in Yeosu

Yeosu Küste © the_mishka/flickr.com
Yeosu Küste © the_mishka/flickr.com

Die Expo gibt es seit 160 Jahren und für die 64. Weltausstellung (je nachdem wie man zählt) wurde die südkoreanische Hafenstadt Yeosu zu einem Eldorado für Messefans herausgeputzt. Auf 271 Hektar Expogelände präsentieren sich insgesamt 106 Nationen.

Südkoreas Küste beherbergt das zweitgrößte Wattenmeer der Welt, passend dazu ist das Motto der Expo „Der lebende Ozean und die Küste – Ressourcenvielfalt und nachhaltige Aktivitäten“. Das Tagesticket bekommt man für 33.000 Won pro Erwachsenen, das sind umgerechnet etwa 22 Euro. Eine Hauptattraktionen ist der „Marine Life Pavillon“. In diesem ist nicht nur eine Art Meereskunde Museum sondern auch ein über 6000 m² großes Aquarium untergebracht.

Der-lebende-Ozean-und-die-Küste-Expo-2012
Die architektonische Umsetzung vom Leben im Einklang mit dem Ozean © USD SPACE/flickr.com

Der deutsche Pavillon auf der Expo 2012

Der deutsche Pavillon folgt dem Expomotto unter dem Titel „Seavolution“. In der „Schatzkammer“ des Pavillons bekommt der Besucher deshalb Einblicke in die Förderungsmöglichkeiten von Rohstoffen auf dem Meeresgrund. Im Ausstellungsteil „Lebensraum“ wird man mit der unerforschten Tiefsee und ihren Bedrohungen vertraut gemacht und im Themenraum „Küsten“ sind Windparks, Wattenmeer und nachhaltige Schifffahrt informativ und unterhaltsam präsentiert.

Jenseits der Ausstellung wird ein vielfältiges Kulturprogramm geboten; zum Beispiel kommen die Konzertpianistin Caroline Fischer und die Band Juli für einen Auftritt vorbei. Außerdem gibt es noch deutsch-koreanischen Hardrock von der Band „Krypteria“. Und dann ist da noch ein Restaurant mit klassisch deutscher Küche. Nach einer Ausstellung voller Appelle für den (Arten-)Schutz der Meere, darf man sich dort an einer Büsumer Krabbensuppe erfreuen. Ein Schelm, wer da einen Widerspruch sieht…

Yeosu jenseits der Expo

Yeosu-Sonnenuntergang
Yeosu bei Sonnenuntergang © LWY/flickr.com

Yeosu ist eine Hafenstadt mit etwa 300.000 Einwohnern und gehört vollkommen zu Recht zur „Most Beautiful Bays in the World Organization“. Auf 317 Inseln verteilt, lohnt es sich, für Ortserkundungen auch mal auf die Fähre zu steigen. Dann kann man nämlich auch die teils unbewohnten Inseln entdecken. Jenseits der Expo liegt zu Beispiel die Insel Odong (auch: Odongdo oder Odong-do), die Liebesinsel genannt wird. Hier gibt es romantische kleine Restaurants, eine wunderhübsche Parkanlage mit musikspielendem Wasserfall und einen kleinen Leuchtturm mit guter Aussicht auf das yeosu‘sche Festland.

Yeosu-Berge
Hinter Yeosu erhebt sich das südkoreanische Bergland © the_mishka/flickr.com

Das Bergland hinter Yeosu ist auch für ungeübte Wanderfreunde gut geeignet, wenn man etwas Zeit mitbringt und nicht gleich nach den höchsten Gipfeln strebt. Hier kann man im Frühjahr die blühenden Azaleen Bäume bewundern und sich von dem hektischen Messetreiben erholen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

footer logo
Made with for you