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Seit Juni 2014 gibt es 26 neue Unesco Welterbestätten, sie wurden auf der 38. Tagung des UNESCO-Welterbekomitees in Doha/Katar bekanntgegeben.

Wir stellen euch hier die Neuzugänge der UNESCO-Welterbeliste vor!

  • Qhapaq Ñan – Inka-Hauptstraße in den Anden

    (Kulturdenkmal /grenzüberschreitend /2014) Argentinien, Bolivien, Chile, Ecuador, Kolumbien & Peru

    neue unesco welterbestätten
    Qhapaq Ñan: Die Inka-Hauptstraßen in den Anden, die durch Argentinien, Bolivien, Chile, Ecuador, Kolumbien & Peru führen.

    Qhapaq Ñan, auch bekannt als Königsstraße der Anden oder Große Inkastraße, verband die Städte Quito in Ecuador und Santiago in Chile und erstreckte sich auf über 6000 Kilometern. Da die Straße zwar noch erhalten, aber stark vom Verschwinden bedroht ist, hat die UNESCO ihr 2014 den Titel „Weltkultureerbe“ verliehen, um zum Schutze des Inka-Andenstraßen-Systems beizutragen.

  • Białowieża-Nationalpark / Nationalpark Belovezhskaya Pushcha

    (Naturdenkmal / grenzüberschreitend / 1979; 1992 und 2014 erweitert) Belarus (Weißrussland) und Polen

    neue unesco welterbestätten
    Im Białowieża-Nationalpark in Polen und Weißrussland leben noch Wisente in freier Wildbahn

    Die Nationalparks in der Bialowiezer Heide gelten als der letzte Tiefland-Urwald in Europa und beheimaten zahlreiche Tierarten, die anderenorts schon lange nicht mehr in freier Wildbahn leben, wie zum Beispiel die Wisente. Bereits 1979 wurde der Nationalpark in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen und seitdem erweitert. Seit 2014 umfasst die Gesamtfläche des als Naturerbe ausgewiesenen Gebiets rund 140.000 Hektar.

  • Okavango-Delta

    (Naturdenkmal / 2014) Botswana

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    Das Okavango-Delta in Botswana

    Das Okavangodelta im Norden Botswanas ist ein Binnendelta, der Okavango Fluss versickert hier im Kalaharibecken. Das Areal ist eines der tierreichsten und größten Feuchtgebiete Afrikas. Besonders ist hier, dass die Flut das Delta jedes Jahr zu dem Zeitpunkt erreicht, an dem in der Region die größte Trockenheit herrscht. Dadurch wird das Okavangodelta überlebenswichtig für zahlreiche Tierarten.

     

  • Südchinas Karstlandschaft

    (Naturdenkmal /2007; 2014 erweitert) China

    Der Berg Yuntai in der Karstlandschaft im Landkreis Shibing, Guizhou, China © fircst/flickr.com
    Der Berg Yuntai in der Karstlandschaft im Landkreis Shibing, Guizhou, China © fircst/flickr.com

    Bereits 2007 wurden Teile der Karstlandschaften in Südchina in die Liste des UNESCO Welterbes aufgenommen. Seit Juni 2014 zählt jetzt auch die Karstlandschaft im Landkreis Shibing dazu. Karstlandschaften existieren weltweit, ihr Merkmal sind Ökosysteme, die sich vor allem auf Karbonatgesteinen entwickelt haben. Die Landschaften werden geprägt von unterirdischen Flüssen,  Täler und Schluchten, herabfließenden Bäche, Höhlen und kegelförmige und turmartige Hügel.

  • Kaiserkanal (Großer Kanal)

    (Kulturdenkmal /2014) China

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    Der Kaiserkanal,  auch „Großer Kanal“ genannt, in China

    Der Kaiserkanal in China ist die längste von Menschenhand geschaffene Wasserstraße der Welt. War er früher mit seinen über 1800 Kilometern länge von großer wirtschaftlicher Bedeutung, ist er mittlerweile durch den jahreszeitlich bedingten Wassermangel im Norden des Landes und die dadurch nur eingeschränkte Befahrbarkeit für die Schiffe überregional nicht mehr von Bedeutung.

  • Routen der Seidenstraße im Tian Shan-Gebirge

    (Kulturdenkmal / grenzübergreifend / 2014) China, Kasachstan, Kirgisistan

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    Routen der Seidenstraße im Tian Shan-Gebirge in China

    Während Teile des Tian Shan Gebirges schon 2013 als Naturdenkmal in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen wurden, folgten die Routen der Seidenstraße durch das Gebirge 2014 als Kulturdenkmal. Die alte Seidenstraße ist ein Netz von Karawanenstraßen, die seit der Antike viele Jahrhunderte eine bedeutende Rolle im Handel und Verkehr zwischen dem Mittelmeerraum und Ostasien auf dem Landweg spielte.

  • Präkolumbianische Siedlungen und Steinkugeln der Diquis

    (Kulturdenkmal /2014) Costa Rica

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    Die Steinkugeln aus dem Diquis Delta in Costa Rica © jstephenconn/flickr.com

    Über 300 Steinkugeln wurden bislang in Costa Rica gefunden, die meisten davon im Diquis-Delta und der Provinz Puntarenas. Sie bestehen zumeist aus Grabbo, einem granitähnlichen Gestein und ihre Größe variiert von ein paar Zentimetern bis zu mehr als 2 Metern Durchmesser. Eine genaue Bestimmung des Alters der Kugeln ist schwierig, da die Kugeln immer wieder bewegt wurden und heute oft private Grundstücke und Gärten zieren.

  • Wattenmeer (Nordsee)

    (Naturdenkmal /grenzübergreifend /2009; 2011 und 2014 erweitert) Dänemark, Deutschland und Holland

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    Das Wattenmeer in Dänemark, Deutschland und Holland ist bereits seit 2009 Unesco-Naturdenkmal, 2014 wurde das Gebiet erweitert.

    2009 wurden erste Teile des Wattenmeers der Nordsee von der UNESCO in den Weltkulturerbe-Stand erhoben, 2014 wurde das Gebiet erneut erweitert. Jetzt zählt das dänische, deutsche und niederländische Wattenmeer dazu mit insgesamt 11.500 km² Fläche. Bis auf einige Schiffsrouten steht es unter Naturschutz und ist Heimat für rund 10.000 verschiedene Tierarten. Auch für die Zugvögel hat es als Rastplatz eine wichtige Bedeutung – jedes Jahr ziehen mehr als zehn Millionen Zugvögel durch das Wattenmeer auf ihren Wegen von Afrika nach Sibirien oder Kanada.

  • Stevns Klint

    (Naturdenkmal / 2014) Dänemark

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    Stevns Klint © cathywilson35/flickr.com

    Stevens Klint ist eine Kreidefelsen-Steilküste der dänischen Insel Seeland in der Ostsee. Das Kliff ist etwa 15 Kilometer lang, die Felsen erheben sich bis zu 41 Meter über den Meeresspiegel. Wie auf dem Foto zu sehen, liegt auch die Kirche von Højerup an der Küste. Bei ihrer Erbauung im 12. Jahrhundert war die sie allerdings noch 50 Meter von der Steilküste entfernt. Seitdem ist die Erosion der Felsen jedoch stetig fortgeschritten, so dass 1928 soger Teile der Kirche mit in die Tiefe stürzten. Seitdem wird mit Hilfsmitteln versucht, diesen Abschnitt vor weiterer Erosion zu schützen.

  • Karolingisches Westwerk und Civitas Corvey

    (Kulturdenkmal / 2014) Deutschland

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    Civitas Corvey © www.schloss-corvey.de

    Im westfälischen Höxter gelegen, ist das Westwerk das einzige erhaltene Modell aus der Zeit der Karolinger. Die Reichsabtei Corvey war ein geistiges und religiöses Zentrum des Frankenreichs. Das Benediktinerkloster Corvey wurde im Jahr 822 gegründet, im 13. Jahrhundert wurde der Ort Corvey zerstört, nur das Kloster wurde in seiner heutigen Form wieder aufgebaut. Es ist heute nicht nur Denkmal und Museum, sondern auch kultureller Veranstaltungsort.

  • Chauvet-Grotte bei Vallon-Pont-d’Arc an der Ardèche

    (Kulturdenkmal / 2014) Frankreich

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    Die Chauvet Grotte bei Vallon-Pont-d’Arc © theheartindifferentkeys/flickr.com

    Die Chauvet Höhle wurde erst 1994 im Flusstal der Ardèche entdeckt, bislang wurden hier über 400 an die Wände gemalte und gravierte Bilder entdeckt. Das Entstehungsalter der Wandbilder wurde mithilfe der Radiokarbonmethode auf ca. 35.000-32.000 Jahre BP datiert, sie sind für die Wissenschaft von enormen Interesse. Damit die Bilder erhalten bleiben, ist die Höhle für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, da zu viele Besucher Auswirkungen auf die Luftfeuchtigkeit in der Höhle hätten.

  • Rani Ki Vav (Stufenbrunnen der Königin) in Patan, Gujarat

    (Kulturdenkmal /2014) Indien

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    Rani Ki Vav (Stufenbrunnen der Königin) in Patan, Gujarat, Indien

    Die Königin (rani) Udayamati hat den Bau dieses Stufenbrunnens (vav) im elften Jahrhundert im Andenken an ihren Mann, den König Bhimdev I der Solanki-Dynastie in Auftrag gegeben. Der gut erhaltene Brunnen war lange Zeit verschlammt und wurde erst in den 1960er Jahren freigelegt und restauriert.

  • Großer Himalaya-Nationalpark

    (Naturdenkmal / 2014) Indien

    Der große Himalaya-Nationalpark © www.greathimalayannationalpark.com
    Der große Himalaya-Nationalpark © www.greathimalayannationalpark.com

    Der Great Himalayan Nationalpark in Himachal Pradesh hat eine Fläche von ca. 750 km² im westlichen Himalaya im Norden Indiens. In dem Schutzgebiet leben zahlreiche bedrohte Tierarten, unter ihnen zum Beispiel auch der Schneeleopard. Circa 25 verschienden Waldarten weist der Nationalpark auf, der größtenteils Gebirgslebensräume umfasst.

  • Zitadelle von Erbil

    (Kulturdenkmal / 2014) Irak

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    Zitadelle von Erbil im Irak

    Die Zitadelle ist ein befestigter Siedlungshügel (arabisch: Tell) im Zentrum der Stadt Erbil (oder Arbil) im Norden des Iraks. Früheste Spuren einer Besiedlung reichen bis 5000 Jahre vor Christus zurück, sie gilt als der am längsten durchgehend bewohnte Ort der Welt. Im Jahr 2007 wurden alle bis dato in der Zitadelle lebenden Familien umgesiedelt und entschädigt, um den Erhalt und die Restaurierung voranzutreiben. Nur eine einzige Familie durfte in der Zitadelle wohnen bleiben, damit der Ort auch weiterhin bewohnt bleibt.

  • Ruinen von Shahr-i Sokhta (Die „verbrannte Stadt”)

    (K/2014) Iran

    Der archäaologische Fundort Shahr-i Sokhta, oder auch Schahr-e Suchte, liegt am Ufer des Helmlandflusses in der iranischen Provinz Sistan und Belutschistan. Die meisten gefundenen Artefakte lassen sich auf die Zeit zwischen 2700 bis 2300 vor Christus datieren. Insgesamt ist die Stadt dreimal abgebrannt.

    Anmerkung: leider haben wir zu diesem Weltkulturerbe kein Bild gefunden, dass wir verwenden durften.

  • Grabhöhlen in Marescha und Bet Guvrin

    (Kulturdenkmal / 2014) Land: Israel

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    Die Hölen im Bet Guvrin Maresha Nationalpark in Israel

    Die Höhlen liegen in dem Bet Guvrin Maresha Nationalpark in Israels Süden, der eine Fläche von 5 km² hat. Unterhalb der beiden Zwillingsstädte befindet sich ein unterirdisches System aus künstlich angelegten Höhlen und Kammern, die Menschen früherer Jahrtausende in den Kalksteinfels gegraben haben. Die Höhlen stammen aus dem 3. und 2. Jahrhundert vor Christus.

  • Weinanbaugebiete im Piemont: Langhe, Roero und Monferrato

    (Kulturdenkmal / 2014) Italien

    Neue Unesco Welterbestätten
    Weinanbaugebiete im Piemont: Langhe, Roero und Monferrato

    Die Weinbaugebiete Langhe, Roero und Monferrato im Piemont spiegeln die technischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in der Weinherstellung, die diese Region seit Jahrhunderten prägen. Die Weinkultur wurde hier 5. Jahrhundert v. Chr. von den Etruskern begründet. Später intensivierten die Römer den Weinanbau in der Region. Im Zentrum der Kulturlandschaft befindet sich die Burg Grinzane Cavour, die beispielhaft für die Weintradition der Region Piemont steht. Die Burg wurde im 13. Jahrhundert gebaut, heute befindet sich in ihr önologisches Museum.

  • Stätten der Seidenspinnerei in Tomioka

    (Kulturdenkmal / 2014) Japan

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    Seidenspinnerei in Tomioka, Japan © yendo0206/flickr.com

    Die Seidenspinnerei in Tomioka wurde 1872 in der Präfektur Gunma gegründet, sie war die erste Fabrik in Japan, die eine moderne Massenproduktion von Seide möglich machte. Um ein weltweit führender Exporteur von Rohseide zu werden, veranlasste die japanische Regierung, dass in Tomioka eine Modellfabrik gebaut wurde, die sich an westlichen Produktionsstätten orientierte. Die Maschinen und das technische Know-how wurden aus Frankreich importiert, damit begann in Japan Ende des 19. Jahrhunderts eine neue Phase der Industrialisierung. Die Fabrik in Tomioka ist ein authentisches Zeugnis für die moderne Entwicklung der japanischen Seidenindustrie. Der gesamte Prozess der industriellen Seidenherstellung wird in Tomioka anschaulich.

  • Bergfestung Namhansanseong

    (Kulturdenkmal / 2014) Südkorea

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    Die detailreich verzierte Bergfestung Namhansanseong in Südkorea © koreanet/flickr.com

    Die Festung Namhansanseong wurde südöstlich von Seoul auf dem Berg Namhansan erbaut. Die Ursprünge der Bergfestung reichen bis ins 7. Jahrhundert zurück, der größte Teil der Gebäude der Anlage stammen allerdings aus dem 17. Jahrhundert. Die Festung wird von einer 8 Kilometer langen Mauer umgeben. Mittlerweile hat sich Namhansanseong für die Bewohner von Seoul zu einem Naherholungsgebiet entwickelt, es führt eine U-Bahn-Linie bis kurz vor die Festung.

  • Maya-Stadt Calakmul und Tropische Regenwälder in Campeche

    (Kulturdenkmal / Naturdenkmal / 2002, 2014 erweitert) Mexiko

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    Die Maya-Stadt Calakmul inmitten der tropischen Regenwälder von Campeche

    Die einstige Maya-Hauptstadt Calakmul liegt inmitten des Regenwaldes und damit im Bereich des mesoamerikanischen Biodiversitäts-Hotspots. Dieser Hotspot ist der drittgrößte der Welt und umfasst alle subtropischen und tropischen Ökosysteme von Zentralmexiko bis zum Panamakanal. Bereits 2002 hatte die UNESCO Calakmul und die Regenwälder von Campeche in die Liste der Welterbestätten aufgenommen, 2014 wurde entschieden, das unter Schutz stehende Gebiet zu erweitern.

  • Historische Städte der Pyu

    (Kulturdenkmal / 2014) Myanmar

    Die hier abgebildte Bagan-Königsstadt ist das wichtigste touristische Ziel in Myanmar. Als erste Welterbestätte Myanmars wurden jedoch Halin, Beikthano und Sri Ksetra in die UNESCO-Liste aufgenommen.
    Die hier abgebildte Bagan-Königsstadt ist das wichtigste touristische Ziel in Myanmar. Als erste Welterbestätte Myanmars wurden jedoch Halin, Beikthano und Sri Ksetra in die UNESCO-Liste aufgenommen.

    Die antiken Städte Halin, Beikthano und Sri Ksetra repräsentieren das Erbe des Pyu-Königreichs, das über tausend Jahre lang – von 200 v. Chr. bis 900 n. Chr. – existierte. Das tibeto-birmanische Volk der Pyu war eine der ersten Hochkulturen in Südostasien. Die Ruinen der Städte sind erst teilweise freigelegt. Bei den Ausgrabungen fanden Archäologen unter anderem Überreste eines Palastes und riesige buddhistische Stupas.

  • Van-Nelle-Fabrik

    (Kulturdenkmal / 2014) Niederlande

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    Die Van Nelle Fabrik in Holland © archetypefotografie/flickr.com

    Die Van-Nelle-Fabrik nordwestlich von Rotterdam wurde von 1923-1931 im Stil der Moderne mit Fassaden aus Stahl und Glas erbaut, den Entwurf lieferte Leendert van der Vlugt von dem Architekturbüro Brinkman & Van der Vlugt. Dem Konzept einer „idealen Fabrik“ folgend, sollte die Architektur der Fabrikanlage durch großflächige Glasfronten Luft und Raum für zeitgemäße Arbeitsbereiche schaffen. Die Fabrik war von 1931 bis 1990 Firmensitz des holländischen Kaffee-, Tee- und Tabakproduzenten Van Nelle, seit 1986 steht das Gebäude als Rijksmonument unter Denkmalschutz.

     

  • „Land der Oliven und des Weins” – Kulturlandschaft von Südjerusalem, Battir

    (Kulturdenkmal / 2014) Palästina

    Die Kulturlandschaft mit Wein- und Olivenhängen der Terrassen von Battir, südlich von Jerusalem, Palästina © advocacy_project/flickr.com
    Die Kulturlandschaft mit Wein- und Olivenhängen der Terrassen von Battir, südlich von Jerusalem, Palästina © advocacy_project/flickr.com

    Die Kulturlandschaft von Süd-Jerusalem, Battir, ist als das „Land der Oliven und des Weins“ bekannt. Die bäuerlichen Traditionen haben die Landschaft mit ihren charakteristischen Terrassenfeldern und einem Jahrhunderte alten Bewässerungssystem geprägt. Das Dorf Battir, ein paar Kilometer südwestlich von Jerusalem in der Bergregion zwischen Nablus und Hebron gelegen, ist eines der wenigen Dörfer in Palästina, wo die typische Terrassenlandwirtschaft der Region heute noch lebendig ist. Doch die Authentizität der Kulturlandschaft ist gefährdet. Gleichzeitig mit der Einschreibung in die Welterbeliste erfolgte der Eintrag in die „Liste des bedrohten Welterbes„. Grund ist der von Israel geplante Bau einer Sperranlage in Battir.“ Aus: UNESCO Kurzportrait der Welterbestätten.

  • Wildschutzgebiet Mount Hamiguitan

    (Naturdenkmal / 2014) Philippinen

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    Im Wildschutzgebiet Mount Hamiguitan auf den Philippinen findet man auch die fleischfressenden Kannenpflanzen (Nepenthes) © kleomarlo/flickr.com

    Das Mount Hamiguitan Range Wildlife Sanctuary wurde 2004 zum Naturschutzgebiet erklärt, es befindet sich auf der phillipinischen Insel Mindanao. Mehr als 6800 Hektar groß ist es ein wichtiges Schutzgebiet für viele bedrohte Tierarten, wie zum Beispiel den Philippinen-Adler. Durch die geografische Isolation des Inselarchipels konnte sich hier ein außergewöhnlicher Artenreichtum entwickeln.Vor allem in den Bergwäldern des Hamiguitan dominieren endemische Arten: Einzigartig sind der tropische Zwergbaumwald und seltene Arten von fleischfressenden Kannenpflanzen, die nur im Hochland von Mindanao zu finden sind.

  • Historisches Zentrum und archäologische Stätten von Bolgar

    (Kulturdenkmal / 2014) Russland

    Die archäologischen Stätten von Bolgar in Russland
    Die archäologischen Stätten von Bolgar in Russland

    Das Historische Zentrum und die archäologischen Stätten von Bolgar sind ein Pilgerort der tatarischen Muslime. Die Stadt Bolgar, oder auch Weliki Bolğar, befindet sich am Zusammenfluss von Wolga und Kama. Heute eine Kleinstadt mit weniger als zehntausen Einwohnern, war sie früher ein islamisches Zentrum in Russland und gehörte zum Reich der muslimischen Wolgabulgaren, das vom 7. bis 15. Jahrhundert existierte. Im 13. Jahrhundert wurde Bolgar die erste Hauptstadt und religiöser Mittelpunkt des Khanats der Goldenen Horde. Muslimische Baudenkmäler aus dem 13. und 14. Jahrhundert sind als Zeugnisse der tatarischen Vergangenheit der Stadt bis heute fast unversehrt erhalten geblieben.

  • Altstadt von Dschidda – „Das Tor nach Mekka“

    (Kulturdenkmal / 2014) Saudi Arabien

     

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    Moschee in Dschidda (Jeddah) / Saudi Arabien

    Die Stadt Dschidda ist seit dem wichtigste Hafenstadt Saudi-Arabiens am Roten Meer, und bereits seit dem 7. Jahrhundert einer der wichtigsten Häfen auf den Handelsstraßen im Indischen Ozean. Sie gilt als „Das Tor nach Mekka“, das ca. 70 km weiter im Landesinneren liegt. Jährlich kommen sehr viele Pilger auf ihrem Weg nach Mekka durch Dschidda, und auch viele Handelswaren werden hier umgeschlagen, bevor sie Mekka erreichen. Durch diese Doppelrolle entwickelte sich die Stadt zu einem blühenden multikulturellen Handelszentrum. Hiervon zeugen die prachtvollen, aus glänzenden weißen Korallenblöcken erbauten Paläste und Stadtvillen der Kaufmannsfamilien. In der Architektur der Altstadt spiegeln sich die Einflüsse unterschiedlicher Kulturen und Bautraditionen.

  • Bursa und Cumalikizik: die Wiege des Osmanischen Reichs

    (Kulturdenkmal / 2014) Türkei

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    Eine kleine Gasse in dem Dorf Cumalikizik in der Provinz Bursa, Türkei

    Bursa war die erste Hauptstadt des Osmanischen Reiches und illustriert die städtische Kultur der Osmanen im frühen 14. Jahrhundert. Zu den bedeutendsten wirtschaftlichen, sozialen und religiösen Einrichtungen aus dieser Zeit gehören das Geschäftsviertel der Khane, Külliyen (religiöse Stiftungen), Moscheen, Religionsschulen, öffentliche Bäder und eine Armenküche. In Bursa befindet sich auch das Grab von Orhan Ghazi, dem Gründer des Osmanischen Reiches. An Bursa angeschlossen ist das Dorf Cumalikizik, das die Versorgung der Hauptstadt unterstützte. Cumalikizik ist eines der wenigen Beispiele der ländlichen Architektur aus der osmanischen Zeit. Das Dorf pflegt auch heute noch die traditionelle Lebensweise.“ Aus: UNESCO Kurzportrait der Welterbestätten.

  • Pergamon und seine Kulturlandschaft

    (Kulturdenkmal / 2014) Türkei

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    Die historischen Ausgrabungen der alten Stadt Pergamon im heutigen Gebiet der Türkei

    Pergamon war eine antike griechische Stadt in der an der Ägäisküste in der heutigen Türkei. Die Akropolis (Burgberg) von Pergamon war nicht nur Hauptstadt der hellenestischen Dynastie der Attaliden, sondern auch wichtiges Bildungszentrum der Antike. Namensgebend für die Stadt war das Pergament, das einer alten Legende nach dort erfunden wurde. Die archäologische Stätte umfasst mehrere Tempel, Säulenhallen, Altäre, das Gymnasion, die Bibliothek und das Hangtheater. Auch Reste der weitläufigen Stadtmauer sind erhalten.

  • Erdwerke von Poverty Point

    (Kulturdenkmal / 2014) USA

    Die Erdwerke von Poverty Point
    Die Erdwerke von Poverty Point

    Der archäologische Fundort der Erdwerke von Poverty Point, die ihren Namen einer Plantage aus dem 19. Jahrhundert verdanken, in deren Nähe sie entdeckt wurden, liegt im Bundesstaat Louisiana am unteren Flusstal des Mississippi. Der 160 Hektar große Komplex besteht aus fünf Hügeln und sechs Erdwällen in Form von konzentrischen Halbellipsen, die durch flache Vertiefungen von einem zentralen Platz getrennt sind. Erschaffen wurden die Erdwerke zwischen 3.700 und 3.100 v. Chr. von einer indigenen Gemeinschaft von Jägern, Sammlern und Fischern. Forscher gehen davon aus, dass die Erdwerke für zeremonielle Zwecke genutzt wurden.

  • Landschaftskomplex Trang An

    (Kulturdenkmal / Naturdenkmal / 2014) Vietnam

    Der Fluss Ngô Đồng in der Landschaft Trang An in Vietnam
    Der Fluss Ngô Đồng in der Landschaft Trang An in Vietnam

    Trang An ist eine malerische Naturlandschaft im Delta des Roten Flusses. Die Karstlandschaft verzaubert mit spektakulären Sandsteinfelsen, fast senkrechten Klippen und zahllosen Höhlen und Wassergrotten. In einigen Felshöhlen finden sich archäologische Spuren menschlicher Aktivitäten, die Rückschlüsse auf das Leben von Jägern und Sammlern vor 30.000 Jahren erlauben. Das Welterbekomitee hat Trang An daher als Natur- und Kulturerbe anerkannt. Eingeschlossen in den geschützten Landschaftskomplex sind die alte Hauptstadt Vietnams Hoa Lu mit ihren Tempeln und Pagoden aus dem 10. und 11. Jahrhundert sowie die umliegenden traditionellen Dörfer und die für die Kulturlandschaft charakteristischen Reisfelder.“ Aus: UNESCO Kurzportrait der Welterbestätten.

 

 

 


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