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Du hast Island schon seit Jahren auf der Bucketliste? Jetzt ist der Zeitpunkt, um deine persönliche Reise mit Hilfe dieser unwiderstehlichen Abenteuer-Vorschläge zu planen. Aufgepasst: Es wird nicht einfach sein sich zwischen den unzähligen Abenteuern zu entscheiden.

Gefrorene Seen, dampfende Krater, gewaltige Wasserfälle, endlose Lavafelder, Thermalwasser, geheimnisvolle Fumarolen, Berglandschaften in tausenden Farben … Island ist ein surreales Paradies, voller Energie und natürlicher Schönheit, es lädt dazu ein sich in den Gletschern, Vulkanen und Wüsten, mit Rucksack und Kamera in der Hand, einfach mal fallen zu lassen und abzuschalten.

Hier sind fünf Abenteuer, in den schönsten Regionen der isländischen Insel aus Feuer und Eis!

Island Tipp 1: Wandern in Landmannalaugar

Inmitten des kargen Hochlands des Landesinneren liegt die Oase von Landmannalaugar. Sie ist der Ausgangspunkt eines beliebten Wanderweges, welcher dich durch eine der außergewöhnlichsten Landschaften der Welt führt. Der offizielle Name des Trekkingweges ist Laugavegur, was wörtlich übersetzt „Weg der heißen Quellen“ bedeutet. Die meisten kennen ihn einfach als „der Landmannalaugar Wanderweg“.

Nach Landmannalaugar zu kommen ist bereits ein Abenteuer, da der einzige Zugang nur über einen vulkanischen Kiesweg besteht. Dieser beinhaltet das Waten durch mehrere Flüsse. Für diejenigen, die darauf keine Lust haben: Zwei Unternehmen bieten Busfahrten mit Allradfahrzeugen (4×4) aus Reykjavík und Hella an: Trex Travel Experiences und Reykjavik Excursions.

Der Wanderweg zwischen Landmannalaugar und Þórsmörk zieht sich 56 Kilometer von Norden nach Süden. Entlang des Weges gibt es drei Unterkünfte: Hrafntinnusker, Álftavatn und Emstrur. Alle drei bieten (kostenpflichtige) Camping Möglichkeiten und liegen in einem Abstand von jeweils 12 und 15 Kilometern voneinander entfernt. Manche der Wanderer nutzen den Sommer, wenn die Tage besonders viele Sonnenstunden haben, und laufen zwei Abschnitte am Stück. Es ist wichtig zu bedenken, dass keiner der Unterkünfte Essen anbietet und dass während der Hochsaison Monate im Voraus gebucht werden müssen. In anderen Worten, Wanderer müssen in der Lage sein sich auf dieser Route selber zu versorgen, ihre eigene Campingausrüstung und alles Essen mitzubringen, dass sie für Ihre Reise benötigen. Eine bequemere Alternative ist es die Dienste einer Firma wie Tierras Polares in Anspruch zu nehmen, welche dann in jedem Camp Proviant bereitstellt. Auch nett!

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Island Tipp 2: Zwischen Gletschern und Vulkanen

Im Tal von Þórsmörk (Wald des Thor) gibt es sogar ein kleines Restaurant und ein einfaches Lebensmittelgeschäft, sowie Unterkünfte, Camping Möglichkeiten und eine 4×4 Busstation für diejenigen, die schnell zurück in die Zivilisation möchten. Wer noch Energie hat, kann weitere 26 Kilometer entlang der spektakulären Route von Fimmvörðuháls wandern, welches das Tal hinter sich lässt und Richtung der Mýrdallsjokull als auch Eyjafjallajokull Gletscher führt. Dabei durchkreuzt du ein traumhaftes Lavafeld, dass während des weltbekannten Ausbruchs im Jahre 2010 entstanden ist. Obwohl der letzte Abschnitt anspruchsvoller als der vorherige, werden die Mühen von der ersten Steigung bis hin zum letzten Abstieg durch den besonderen landschaftlichen Ausblick auf 24 sensationelle Wasserfälle belohnt. 24!

Der sagenumwobene Waldwasserfall Skógafoss ist Höhepunkt dieser unvergesslichen Reise, welche zwischen Juni und September unternommen werden kann und jeden Sommer durch gelbe Pfosten gekennzeichnet wird. Wir empfehlen ein GPS Gerät dabei zu haben, um die Route besser nachvollziehen zu können! Es ist zu berücksichtigen, dass diese sich von Jahr zu Jahr leicht verändert, besonders wenn es um das Durchqueren von Flüssen geht.

Island Tipp 3: Entlang der Schluchten

Im nördlichen Teil des Vatnajökull Nationalpark, nur ein paar Kilometer von dem Krafla-Vulkansystem und dem Mývatn See entfernt, fließt der Jökulsá á Fjöllum durch eine beeindruckende Schlucht. Am Detifoss Wasserfall angekommen, welcher stolze 100 Meter breit und 45 Meter hoch ist, tosen jede Sekunde eine erstaunliche halbe Million Liter Schmelzwasser in die Tiefe. Dabei lösen sie sich in eine Wolke aus Sprühnebel auf, der von den zarten Sonnenstrahlen in die zauberhaftesten Regenbogen verwandelt wird.

Das Spektakel des Wasserfalls, mit dem in Europa größten Wasserdurchfluss, verlockt allein durch seine Beschreibung schon zu einem Besuch, aber sobald man ihn einmal mit eigenen Augen gesehen hat, ist die Versuchung groß dem Fluss des Wassers durch die Schluchten des Jökulsárgljúfur-Nationalpark zu folgen. Dieser windet sich entlang der schmalen und schwindelerregenden Pfade, vorbei an wilden Wasserfällen, sowie gespenstisch wirkenden Basalt-Wänden, die den Anschein erwecken als wären Trolle in Stein verwandelt worden.

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Bis zur hufeisenförmigen Ásbyrgi Schlucht ist der Wanderweg 38 Kilometer lang, ideal für eine zweitägige Wanderung. Der Campingplatz im Vesturdalur Tal bietet auf halbem Weg eine geeignete Übernachtungsmöglichkeit. Der Wanderweg ist ausgeschildert, aber mit einem fünf Sterne Service darf nicht gerechnet werden. Eigenes Essen, Wasser und Kleidung muss mitgebracht werden. Am Ende gibt es eine 4×4 Busstation, die direkt mit dem Mývatn (Mückensee) verbindet.

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Eine halbe Million Liter Wasser donnern jede Sekunde den Deitfoss Wasserfall herunter.

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Die Schluchten des Jökulsárgljúfur-Nationalparks können innerhalb von zwei Tagen erkundet werden.

Island Tipp 4: Schwimmen im Herzen von Island – in einem Vulkan

Der Vulkankrater von Askja ist ohne Zweifel das wahrhaftige Herz des isländischen Hochlandes. Es ist kaum zu glauben, dass diese karge Gegend erst vor 140 Jahren, im Zuge einer verheerenden pyroklastischen Explosion, welche damals Gestein über ganz Kontinentaleuropa katapultiert hatte, entstanden ist. Dies hatte zur Folge, dass der im Norden lebende Viehbestand des Landes mit Asche vergiftet wurde und dadurch viele Isländer zur Emigration auf den amerikanischen Kontinent gezwungen waren.

Um nach Askja zu kommen, muss der F88 entlang der westlichen Seite des Gletscherflusses Jökulsá á Fjöllum gefolgt werden. Dieser tritt gelegentlich über und kann dabei die Straße überschwemmen. Während des Sommers gibt es einen 4×4 Bus, der zwischen dem Mückensee Mývatn sowie Dreki verkehrt und dabei den wunderschönen Vulkan Herðubreið passiert. Dieser wird unter den Einheimischen auch als „Königin der Berge Islands“ bezeichnet.

In Dreki findest du den Anfang des 9 Kilometer langen, markierten Weges, welcher nur in eine Richtung geht und sich dabei durch die fotogene Vulkanlandschaft zieht. Der Weg endet am Ufer der saphirfarbenen Wasser des beeindruckend großen Öskjuvatn Sees. Unweit entfernt liegt der geflutete Krater des Viti. In seinem schwefelhaltigen Wasser, welches eine Temperatur von 20 ºC bis 24 ºC hat, lässt sich sogar baden. Mit dem Bus wird dieses Ausflugsziel zu einem Tagesausflug. Es gibt aber auf beiden Seiten, sowohl in Dreki als auch in der Oase von Herðubreið Camping-Möglichkeiten, die es dir erlauben diese wunderbare Gegend auch etwas länger zu erkunden. Schön oder?

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Island Tipp 5: Die Westfjorde mit dem Fahrrad bezwingen

Mit Ausnahme der Wüste im Landesinneren bilden die Westfjorde die meist isolierte, einsamste und unzugänglichste Region Islands. Ihren schlechten Ruf verdanken sie ihrem unerbittlichen Wetter, welches selbst während der Sommerzeit anhält, sowie ihren unbefestigten Straßen. All dies verleiht diesem Landstrich eine fast mystische Aura, welche Sie vor Touristenmassen schützt. Es ist jedoch nicht abzusehen wie lange das noch so bleibt. Genau wie vor zwei Jahrzehnten die Hringvegur (Ringstraße) das Paradies für Liebhaber von reisenden Radfahrern war, ist jetzt die Zeit gekommen für die windigen Straßen der rauen und zerklüfteten Westfjorde im Rampenlicht zu stehen.

Das Radfahren durch diese Breiten garantiert fast leere Straßen und einen direkten und ungefilterten Kontakt mit der Natur. Wir empfehlen die offizielle Webseite der Regierung bezüglich der Straßenlage Road.is, sowie die des nationalen Wetterdienstes Vedur.is durchzulesen, um diese Informationen in die Planung einer Radroute mit einfließen zu lassen.

Ein guter Start, um an die Westfjorde zu gelangen, ist die Stadt Borgarnes. Diese kann mit dem Bus von Reykjavík aus erreicht werden. Im ersten Abschnitt kannst du die Snaefellsness Halbinsel durchqueren, um die Fähre zu nehmen. Diese wird dich mit einem Zwischenstopp auf der kleinen Insel Flatey, von Stykkishólmsbær nach Flókalundur bringen. Sobald du die Westfjorde erreicht hast, lädt die Route weiter Richtung der Klippen von Látrabjarg ein – Europas westlichstem Punkt – wo man hautnah eine Kolonie freundlicher Papageientaucher beobachten kann. Der Weg führt uns danach weiter entlang der Küste in Richtung Bíldudalur und Hrafnseyri. Unterwegs bietet es sich an bei den heißen Quellen von Reykjafjarðarlaug oder dem spektakulären Wasserfall von Dynjandi Halt zu machen. Der Pfad führt uns danach in die Stadt Ísafjördur –welche der Verwaltungssitz von Ísafjarðarbær ist–, die Robbenkolonie nahe Litlibaer und die thermische Halbinsel von ReykjanesDie Route, welche die Westfjorde durchquert, endet in Staðarskáli, einem kleinen Servicebereich der Ringstraße. Von hier kannst du mit dem Bus zurück nach Reykjavík fahren.

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Papageientaucher können in Hornstrandir aber auch in Látrabjarg beobachtet werden.

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Island Tipp 6: Arktische Füchse im Naturschutzgebiet von Hornstrandir

Hier lebt niemand außer den Parkwächtern, den Vögeln sowie den arktischen Füchsen. Die Halbinsel Hornstrandir kann nur durch Boote erreicht werden und ist der nördlichste Punkt des Westfjords, sowie der meist isolierte und kargste Punkt dieser Region. Jenseits des Hafens von Hesteyri – wo du im alten Arzthaus, welches im Jahr 1901 erbaut wurde, übernachten kannst – gibt es keine Geschäfte, Restaurants oder Hotels. Nur einfache Camping- Möglichkeiten. Daher ist das Naturschutzgebiet von Hornstrandir ausschließlich für Naturliebhaber gedacht, welche mit den arktischen Wetterbedingungen und seinen Launen zurechtkommen. Manche Agenturen, wie z. B. die West Tours, organisieren vier- bis fünftägige geführte Wanderungen.

Für mehr Informationen: besuche Island.

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